„Mehr als nur ein Fußallverein“
Plaidt. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nimmt national und international immer größeren Einfluss auf die Gesellschaft. Dabei wird nicht nur der Spielbetrieb der Profimannschaften unterbrochen. In Abstimmung mit dem DFB und dem Fußball-Regional-Verband Südwest hat auch der Fußballverband Rheinland entschieden den Spielbetrieb vorerst zu unterbrechen. Dabei liegt die oberste Priorität vor allem in der Senkung der Infektionsrate.
Um euch die fußballfreie Zeit etwas erträglicher zu gestalten, haben wir uns mit den beiden Spielern der zweiten Mannschaft Fabian Wolinski und Philipp Grünewald getroffen. Im exklusiven Interview verraten uns die beiden u.a. wie sehr sie sich mit dem Verein identifizieren. Viel Spaß beim Lesen:
djkplaidt.de: Jungs, erste Frage: Wie geht es euch zurzeit in der „fußballfreien Zeit“? Haltet ihr euch weiterhin fit?
Wolle: Hallo djkplaidt.de, da auch die Vorlesungen ausfallen ist mein Alltag ziemlich monoton und langweilig. Trotzdem gehe ich auch mal laufen oder fahre mit unserem „gefühlten Neuzugang“ (Anmerkung d. R.: Sebastian Scherer) eine Runde Fahrrad.
Pippi: Auf gar keinen Fall halte ich mich weiterhin fit. Der Fußball fehlt mir dennoch, allerdings gibt es wichtigere Dinge im Leben. Von daher geht’s mir sehr gut.
djkplaidt.de: Ihr beide habt euch in der Vergangenheit bei der zweiten Mannschaft fest in der ersten Elf etablieren können. Der Konkurrenzkampf ist jedoch enorm groß. Was tut ihr, um auch weiterhin ein fester Bestandteil der zweiten Mannschaft zu sein?
Wolle: Ich versuche so viel wie möglich zu laufen, um meine überschaubaren Qualitäten als Fußballer zu vertuschen. Wenn Sebi mal der Meinung ist, dass ein anderer Spieler der Mannschaft auf dem Platz mehr helfen kann als ich, bin ich der letzte der meckert. Fußball ist ja immer noch ein Mannschaftssport, da muss man sich auch mal Hinten anstellen.
Pippi: Ich probiere jedes Training anwesend zu sein und dem Trainer zu zeigen, dass ich spielen möchte. Bisher hat das ganz gut funktioniert.
Fabian Wolinski als Spielführer der DJK Plaidt II im Einsatz. Foto: Krämer
djkplaidt.de: Mit 16 Punkten nach 16 Spielen ist der Klassenerhalt in der Kreisliga C für die zweite Mannschaft weiterhin machbar. Glaubt ihr an den Klassenerhalt?
Wolle: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten können. Dennoch müssen wir seriös an die Sache rangehen, dann bleiben wir der C-Klasse auch erhalten.
Pippi: Mittlerweile sind viele Verletzte, welche uns in der Hinrunde gefehlt haben, wieder zurück. Das und das neue Trainerteam haben in der Vorbereitung schon sehr geholfen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir die Klasse halten.
djkplaidt.de: Was war für euch das Highlight der Saison und was würdet ihr am liebsten streichen?
Wolle: Definitiv mein erstes Pflichtspieltor, das wichtige 3:0 gegen die zweite Mannschaft von Löf.
An dem zwischenzeitlichen 0:2 für den FC Plaidt habe ich heute noch zu nagen. Den Torschuss habe ich leider unhaltbar abgefälscht.
Pippi: Der Sieg gegen Kürrenberg mit der Vorgeschichte war schon ein kleines Highlight. Streichen würde ich am liebsten die verlorenen zwei Punkte gegen Nettetal. Das war wirklich nicht schön.
djkplaidt.de: Durch diverse Verletzungen innerhalb der zweiten Mannschaft habt ihr beide schon auf mehreren Positionen gespielt und ausgeholfen. Welche ist eure liebste Position und was war die bisher kurioseste Position, die ihr bekleidet habt?
Wolle: Ich fühle mich auf den Außen ganz wohl, zwar lieber offensiver als defensiver, aber auch als Außenverteidiger bin ich hier und da mal in der Offensive präsent.
Sebi hat mich mal während einem Spiel auf die 6 gestellt, wir haben beide sehr schnell gemerkt das es nichts für mich ist und sofort wieder umgestellt.
Pippi: Am liebsten spiele ich auf der 10, was ich meistens auch machen darf. Allerdings durfte ich diese Saison auch zweimal als Libero auflaufen. Das würde ich in Zukunft gerne sein lassen.
Philipp Grünenwald (rechts am Ball) bei einem Spiel gegen die DJK Kruft/Kretz II
djkplaidt.de: Philipp, du hast in der laufenden Saison drei Tore erzielt. Da ist noch Luft nach oben. Wie viele kommen noch hinzu? Wolle, du bist in dieser Saison sogar zum Kapitän und in den Mannschaftsrat berufen worden. Was bedeutet dir das?
Wolle: Also Kapitän ist ja immer noch der Stip (Anmerkung d.R.: Lars Angemeer), auch wenn er uns leider in dieser Saison nicht mehr auf dem Platz helfen kann.
Ich habe nicht damit gerechnet das ich von der Mannschaft zum Co-Kapitän gewählt werde, weiß es aber sehr zu schätzen. Es ist für mich ein Ansporn und es macht mir extrem viel Spaß Verantwortung zu übernehmen.
Pippi: Am Anfang der Saison war mein Ziel 10 Tore zu schießen. Daher folgen hoffentlich noch mindestens 7.
djkplaidt.de: Die DJK Plaidt zeichnet sich vor allem durch sein familiäres und offenes Umfeld aus. Was bedeutet die DJK für euch?
Wolle: Ich unternehme auch abseits des Platzes viel mit den Jungs, sei es von der 2. oder der 1. Mannschaft. Das spiegelt den Charakter des Vereins wider.
Vom Vorstand bis zum Dopingbeauftragten kann ich nichts Negatives über den Verein sagen.
Pippi: Ich bin jetzt schon seit 15 Jahren Teil der DJK-Familie und für mich ist es mehr als nur ein Fußballverein. Was auf und neben dem Fußballplatz für eine Stimmung und Zusammenhalt herrscht, gibt es denke ich kaum woanders. Jeder ist froh bei der DJK zu sein und das macht den Verein auch so besonders.
Zum Abschluss noch ein paar „Entweder-Oder“ Fragen:
djkplaidt.de: Früh aufstehen oder ausschlafen?
Wolle: Die größte Hürde an meinem Studium ist mein Schlafrhythmus, also Langschläfer.
Pippi: Früh aufstehen
djkplaidt.de: Tee oder Kaffee?
Wolle: Fencheltee
Pippi: Tee
djkplaidt.de: Bier oder Wein?
Wolle: Bier, Bier, Bier
Pippi: Bier finde ich ok
djkplaidt.de: Fifa oder Pro Evolution Soccer?
Wolle: Ganz klar, Mario Kart.
Pippi: Fifa, auch wenn es mich immer wieder sauer macht.
djkplaidt.de: Omas Kochkünste oder Steak vom Grill?
Wolle: Oma macht ne richtig gute Zucchinisuppe
Pippi: Steak vom Grill
djkplaidt.de: Ski- oder Strandurlaub?
Wolle: Mallorca
Pippi: Strandurlaub
djkplaidt.de: Nutella Brot mit oder ohne Butter?
Wolle: Wer Nutella mit Butter isst, schüttet auch die Milch vor den Cornflakes in die Schüssel.
Pippi: Ohne Butter.

