DJK Plaidt II: Aggressiv-Leader fühlt sich immer besser
Florian Rollmann lässt die Muskeln spielen
Florian „Flo“ Rollmann war beim letzten Auftritt der DJK Plaidt II in der engeren Auswahl zum Spieler des Spiels. Vergessen scheinen alle Sorgen rund um den Abwehrspieler, der monatelang verletzt fehlte. Seinen Platz im Ensemble der Plaidter Adler-Reserve hat er allen Unkenrufen zum Trotz im Vorbeigehen wieder eingenommen. Auch Thomas Lehmann, Coach der 1. Mannschaft, dürfte das mit Freude registrieren. Zwei Einsätze bei der DJK-Ersten stehen für den gelernten Verteidiger im Jahr 2014 bereits zu Buche.
Sein Trainer bei der DJK-Zwoten Kai Geil, der viele andere Sorgenkinder in seinem Kader weiß, schlug vor dem Start der Restrunde schon Alarm. „Auf dem Papier gesehen haben wir für die Kreisliga D eine Topmannschaft. Aber die Realität sieht im Moment etwas anders aus: Einige Spieler waren über Monate hinweg verletzt, andere haben mit fehlendem Rhythmus und ihrer Form zu kämpfen.“ Damit war auch Rollmann gemeint. Der Coach betont, „Flo“ benötige die optimale Kondition, um wieder zu seiner Topform zu gelangen. Der Spieler selber gibt folgendes zu Protokoll: „Ich bin froh, dass mir nicht mehr viel weh tut. Es fühlt sich immer besser an. Ich versuche, so schnell wie möglich das absolute Topniveau zu erreichen. Da tun Spiele vor allem wie gegen Wierschem oder Lonnig sehr gut. Ich bin noch nicht da, wo ich hin will, aber ich freue mich, dass es aufwärts geht.“
Dabei hat er erstaunlich schnell wieder eine sehr hohe Qualität erreicht. Beim 3:1 gegen die FSG Wierschem/Lasserg II gehörte er zu den Leistungsträgern im Team. Nach seiner Einwechslung bei der ersten Mannschaft gegen die SG Lonnig/Rüber, bejubelten die Fans jede Aktion von Rollmann lautstark. Er zeigt sich mehr und mehr befähigt, das zu spielen, was seine Trainer von ihm erwarten: direktes Spiel, vertikale Pässe, schnelles Umschalten in die Spitze. „Das war nicht unbedingt sein Spiel, sondern seine Stärken lagen mehr in der Arbeit gegen den Ball und Gegner. Das macht er jetzt wesentlich besser“, sagte auch DJK-Teammanager Holger Krämer. An Intensität und Tempo kann er ohnehin noch zulegen.
„Bald ist er top, top, top.“ Robert Friedemann
Auf Rollis bevorzugter Rolle in der Defensive hatte sich Matthias Paffhausen zuletzt bestens eingelebt. Und doch durfte Rollmann jetzt wieder ran. Paffhausen musste dafür auf die Bank und quittierte seine Nicht-Berücksichtigung mit einer übermotivierten Aktion nach seiner späten Einwechslung, wofür er völlig zu Recht die gelbe Karte sah.
Alle bei der DJK sind sich einig, dass Rollmann vor allem Spielpraxis braucht. Denn in der Liga kommt er durch seine Knieverletzungen bisher nur auf 8 Einsätze für die DJK II. In der letzten Partie kämpfte er sich über die gesamte Spielzeit durch. Das wird auch Lehmann gefreut haben.
DJK-II-Co-Trainer Robert Friedemann sieht den Aggressiv-Leader denn auch „auf einem super Weg. Wir sollten nicht vergessen, dass er aufgrund seiner Kniegeschichte nie wirklich frei trainieren konnte. Das kommt jetzt alles“, sagt Friedemann unumwunden und verspricht in Trainer-Sprache: „Bald ist er top, top, top.“ Eigentlich ist er es jetzt schon.