Wenn Plaidt muss, ist Plaidt da!
„Mehr als ein Big Point“
DJK Wernerseck Plaidt vs. SG 99 Andernach II 2:0 (1:0)
Plaidt. Thomas Lehmann atmete einfach erst mal nur durch. Die Spieler fielen sich um den Hals. Schon die ganze Saison läuft so: Wann immer es eng für die DJK Plaidt zu werden droht, schlagen die Jungs vom Pommerhof zurück.
Gegen die SG 99 Andernach gelang – wie schon im Hinspiel – ein dreifacher Punktgewinn und damit der erhoffte Befreiungsschlag. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist wieder auf acht Punkte gewachsen. Das sorgt nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen für ein gewaltiges Durchpusten. „Das war heute mehr als ein Big Point. Mit 30 Punkten dürften wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben“, meint DJK-Teamchef Holger Krämer und fügt hochzufrieden hinzu: „Wir haben es heute richtig gut gemacht und uns diesen Sieg redlich verdient.“
Tim Büchel, TW-Trainer Ingo Busch und Co-Trainer Markus Umbscheiden (von links) schauen noch etwas skeptisch, dies sollte sich schnell ändern…
Die Plaidter traten mit einer ganz anderen Körpersprache auf als noch zuletzt. Von Beginn an hellwach in den Zweikämpfen, übernahmen die Gastgeber die Initiative und hatten Chancen. „Weiterkämpfen“ – diese Parole hatte Coach Lehmann vor der Partie ausgegeben. Seine Schützlinge hielten sich daran, verblüfften indes auch mit einer unerwarteten Gangart: Die DJK suchte nach spielerischen Lösungen und belohnte sich früh in der Partie. Nach einem Sachse-Eckball konnte die SG-Defensive den Ball nicht ausreichend klären – Plaidts Abwehrspieler Lukas Wilhelmy köpfte auf Mohammad Ghafouri, der im Fünfer nicht attackiert wurde und aus der Drehung die Führung erzielte (7.). Durch aggressives Pressen erzwang die DJK lange Bälle des Gegners, womit Andernach die Plaidter Viererkette auszuhebeln versuchte. Doch die beiden Innenverteidiger Daniel Raasch und Lukas Wilhelmy, der den verletzten Lars Mattesen (Muskelfaserriss) nach einer viertel Stunde ersetzte, agierten selbstbewusst und ballsicher. Bis auf ein paar Abpraller nach Eckbällen, erspielten sich die Gäste keine nennenswerten Torchancen im ersten Durchgang. „Wir haben der DJK in die Karten gespielt“, meinte Andernachs Trainer Günter Nebgen.
Mo Ghafouri (verdeckt) trifft zum 1:0. Andernachs Schlussmann Robin Schneider ist chancenlos.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Plaidter weiterhin den größeren Siegeswillen, angetrieben von den beiden starken Sechsern Dominik Kohnz und Steven Lehmann. So dauerte es nur knapp fünf Minuten, ehe die DJK-Anhänger unter den rund 100 Zuschauern erneut jubeln durften. Plaidts Taktgeber Peter Sachse stibitze das Spielgerät vom Fuße seines Kontrahenten, ließ sich auch von einem Rempler nicht aus der Bahn werfen und schob die Kugel von der Strafraumgrenze clever ins linke Toreck zum 2:0 (50.). In der verbleibenden Spielzeit begegneten sich die Teams auf Augenhöhe und auf beiden Seiten ergaben sich diverse Tormöglichkeiten. DJK-Keeper Jens Schommer reagierte glänzend bei einem satten Schuss aus kurzer Distanz (65.), gegenüber köpfte Ralf Gräf nach einem Raasch-Freistoß ins Tor ein, stand nach Ansicht des Unparteiischen Horst Müller jedoch knapp im Abseits (75.). Gräf war es auch der mit einem gefühlvollen Lupfer seinen Mitspieler Steven Lehmann super in Szene setzte, dessen Abschluss stellte Robin Schneider im SG-Tor jedoch vor keine großen Probleme (83.). So blieb es am Ende beim verdienten 2:0 für die Plaidter Adler. Lehmann gönnte sich nach der Begegnung eine kalte Cola und sagte zufrieden: „Ein großes Lob an meine Jungs. Wir haben toll gekämpft und gearbeitet.“
Die Plaidter Defensive hielt stand und freute sich am Ende über das „zu Null“.
Unabhängig vom weiteren, nun möglicherweise doch entspannteren, Saisonverlauf, zeichnen sich Konturen bei der Kaderplanung der Plaidter ab. „Ich habe positive Signale von mehreren Spielern bekommen, die sich im Sommer der DJK anschließen möchten“, so Krämer, der sich mit konkreten Namen noch zurückhält, aber so viel verrät: „Wahrscheinlich bekommen wir für jeden Mannschaftsteil mindestens einen neuen Spieler.“ Dies ist wohl auch nötig, angesichts der personellen Engpässe in den letzten Wochen. Durch den Erfolg vom Mittwochabend haben die Plaidter Adler nun 30 Punkte auf der Habenseite und rangieren auf dem sechsten Tabellenplatz der Kreisliga B Mayen.
Kader DJK Plaidt: Jens Schommer, Lukas Wilhelmy, Dominic Kohnz, Steven Lehmann, Ralf Gräf, Mohammad Ghafouri, Daniel Raasch, Lars Mattesen, Martin Paffhausen, Jan Peter Sachse, Andi Samson; Tim Büchel, Samuel Forment-Queralt, Christian Dewald.
Nächstes Spiel: TG Namedy vs. DJK Plaidt, Sonntag 27.04.2014, 15:00 Uhr, Andernach Stadion Kunstrasen.
Alle Fotos von Werner Braun aus Andernach: http://wlb-fb.blogspot.de/





