Kunstrasenplatz Plaidt: Aktuelle Infos!

Kunstrasenplatz Plaidt: Aktuelle Infos!

Rhein-Zeitung vom Samstag, 24. Januar 2015, Seite 21

Keine Bewässerung für Kunstrasenplatz

Politik: Patt im Plaidter Gemeinderat

Plaidt. Eine Pattsituation hat im Plaidter Gemeinderat verhindert, dass es eine Bewässerungsanlage für den geplanten Kunstrasenplatz geben wird. Mit neun Stimmen gegen neun Stimmen und einer Enthaltung fiel das Vorhaben vom Tisch.

Ursprünglich hätte der Auftrag für etwa 33000 Euro an eine Firma vergeben werden sollen. In der jüngsten Sitzung des Plaidter Gemeinderates hatte VG-Bauamtsleiter Berthold Jungglas zuerst noch eine weitere kostengünstigere Möglichkeit vorgeschlagen. Für etwa 15000 Euro hätte eine kleinere Anlage installiert werden können, die nur 80 Prozent des Platzes bewässern würde.

Sowohl die vorherigen Stellungnahmen im Rat wie ebenso die Einschätzungen von Experten über den Sinn einer solchen Anlage gehen auseinander: „Es wurde in verschiedenen Gremien diskutiert. Die Meinungen gehen von absolut notwendig bis purer Luxus“, sagte Berthold Jungglas. Eine Beregnungsanlage könnte im Sommer innerhalb von wenigen Minuten wie etwa in einer Halbzeitpause den Platz bewässern, um die Hitzebildung einzudämmen.

Nach einer Beratungspause, in der die Ratsmitglieder über beide Vorschläge diskutierten, sprach sich Frank Neupert (SPD) für die günstigere Anlage aus. Der Platz könnte durch die Bewässerung etwa zwei bis drei Jahre länger halten. Georg Moesta (CDU) lehnte beide Versionen der Bewässerung ab: „Sie ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Wir stimmen nicht zu.“ Da von der SPD-Fraktion zwei Ratsmitglieder fehlten, (normalerweise 11 Stimmberechtigte) und ebenso bei der CDU ein Mitglied nicht anwesend war (normalerweise 10 Stimmberechtigte), kam das Patt zustande. Frank Hickmann (FDP) enthielt sich. Daher wird der Kunstrasenplatz nun ohne Bewässerungsanlage gebaut.

Im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat bereits die Burgbrohler Firma Rick beauftragt, für etwa 156 000 Euro den Unterboden zu erstellen (die RZ berichtete). Nun gaben die Ratsmitglieder einstimmig Grünes Licht für den Kunstrasen. Diesen wird das Unternehmen Trofil Sportbodensysteme für circa 249 000 Euro anlegen.